Die Zinsspirale dreht sich weiter – nach unten!

Viele Deutsche sparen. Dabei nutzen sie Sparprodukte, die so niedrig verzinst sind, dass ihr Vermögen schmilzt. Währenddessen können die Finanzpolitiker im Euroland tagtäglich die Sekt- und Champagnerkorken knallen lassen. Noch nie war es so günstig, den Billionen schweren Staatsschuldenberg zu finanzieren. Die Umlaufrendite Deutschlands liegt aktuell bei astronomisch tiefen Ständen um 0,7%.

Der Rückgang der Renditen nimmt mittlerweile beängstigende Ausmaße an. Denn die Renditen fallen wie ein Stein. Die zehnjährige Bundesanleihe durchbrach vergangene Woche die Renditemarke von 0,80% - nach unten versteht sich. Das Rekordtief wurde bei 0,724% markiert. Sollte es mit dieser Geschwindigkeit weitergehen, dann ist die Marke von 0,50% wirklich bald zum Greifen nah. Auch die Renditen von kurzlaufenden deutschen Staatspapieren entwickeln sich weiter nach unten. Vierjährige Bundlaufzeiten lagen in der vergangenen Woche leicht im Rendite-Minus. Der Bund gibt schon jetzt Anleihen mit negativen Zinsen auf den Markt. Wenn diese Entwicklung so weiter verläuft, dann finanziert die Bundesrepublik Deutschland bald zwei Drittel seiner Schuldpapiere mit einer negativen Rendite. Bislang ist es ja erst die Hälfte aller Emissionen.

Schweden ist der Vorreiter in Europa und hat seinen Leitzins am Dienstag auf 0,00% gesenkt. Andere werden folgen…

USA sind auf tiefe Zinsen angewiesen

Die jüngsten Daten aus den USA lassen einen erwarteten Zinsanstieg anzweifeln. Aus den USA kamen vergangene Woche grottenschlechte Konjunkturdaten. Die Umsätze im Einzelhandel gingen im September überraschend stark zurück. Erstmals seit Januar waren die Umsätze rückläufig; vor allem bei Textilien und Baumaterial gab es starke Umsatzeinbußen. Ferner stürzte der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index der Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York im Oktober auf 6,17 zurück. Hinzu kam, dass nach Mitteilung des Arbeitsministeriums die Erzeugerpreise nur mit einer Jahresrate von 1,6% stiegen. Im August hatte die Teuerung 1,8% betragen und im Juli 1,7%. Gegenüber dem Vormonat gaben die Preise auf der Erzeugerstufe um 0,1% nach, nachdem sie im August stagniert hatten. Volkswirte hatten indes im Konsens mit einem Anstieg um 0,1% gerechnet.

Die oben genannten Entwicklungen machen deutlich, dass mit einem Anstieg von Zinsen so schnell nicht zu rechnen ist. Denn hoch verschuldete Staaten (zur Erinnerung: In den USA wurde die Verschuldungsgrenze auf 18 Billionen US Dollar angehoben, um eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden) können höhere Zinsen derzeit nicht gebrauchen.

Anleger müssen Vermögen schützen

Die Auswirkungen für die Sparer werden wohl dauerhaft negativ bleiben, sofern sie nicht alternative Anlagen nutzen.

Ein genauer Blick auf solide geführte mittelständische Unternehmen, die höhere Zinsen bezahlen können, weil das Geschäftsmodell erfolgreich verläuft, lohnt sich. Mit dem KFM-Scoring werden Unternehmen und Anleihen von mittelständischen Unternehmen gewissenhaft analysiert. Die Anleihen mit einem attraktiven Chancen-Soliditäts-Profil werden vom Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS genutzt. Der Anleger profitiert von einem Bündel von attraktiv verzinsten Anleihen, ohne das Risiko eines Einzelinvestments einzugehen. Mit Hilfe des KFM-Scorings wird eine laufende Überwachung der Unternehmen und Anleihen durchgeführt. So werden Risiken frühzeitig erkannt und Anleihen, die nicht mehr über das attraktive Chancen-Soliditäts-Profil verfügen, aussortiert.

Mit einer aktuellen Durchschnittsverzinsung von 6,41% ist der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds eine attraktive Alternative zu anderen Festzinsanlagen. Mit einer Beimischung zu anderen Vermögensanlagen in Zeiten einer wohl noch länger andauernden Niedrigzinsphase können Anleger ihre Gesamtrendite steigern.