Warum deutsche Sparer Geld verlieren

Warum deutsche Sparer Geld verlieren

In einer aktuellen Studie zeigt die DZ Bank auf, welche Auswirkungen die anhaltende Nullzinspolitik der EZB auf deutsche Sparer hat. De facto hat jeder Sparer in der Zeit von 2010 bis 2014 durch entgangene Zinseinnahmen erschreckende 1.400 Euro verloren.

Insgesamt ergibt sich dabei für die Jahre 2010 bis 2014 laut der Studie ein Zinsverlust von 112,5 Milliarden Euro. In diesem Jahr dürfte der Betrag um weitere 71 Milliarden Euro steigen, das wären weitere 900 Euro je deutschem Sparer!

Zu Grunde gelegt hatten die Ökonomen der DZ Bank einen Vergleich der aktuellen Durchschnittszinsen mit den Werten aus früheren Jahren. Demnach erhielten deutsche Sparer in den Jahren 1999 bis 2009 durchschnittlich 2,3% Zinsen, im Jahr 2014 waren das noch lediglich 0,6%. Die Differenz zwischen diesen Durchschnittswerten wurde als Zinsverlust angesetzt. An dieser Stelle hatte ich schon sehr oft betont, dass es mit der bequemen Zeit für Sparer schon lange vorbei ist. Es reicht nicht mehr, sein Erspartes einfach auf dem Sparbuch oder Festgeld anzulegen und sich am Jahresanfang über die erzielten Zinsen zu freuen. Der Blick auf die Zinsgutschrift veranlasst bereits seit einiger Zeit keinen Sparer mehr zum Lachen – zum Weinen ist den Sparern schon eher zu Mute!

„Sparst Du noch oder investierst Du schon?“

Diese zugegebenermaßen etwas reißerische Frage müssen sich die Sparer durchaus gefallen lassen – denn wer nicht spätestens jetzt selbst aktiv wird, dürfte sich später kräftig ärgern. Spätestens dann, wenn er feststellt, was ihm an Geld verloren gegangen ist.

Es findet (endlich) ein Umdenken statt

Auch in meinem Umfeld gibt es selbstverständlich Menschen, die sich um ihre Geldanlagen nicht kümmern möchten und die ihr Erspartes einfach auf ihr Sparbuch einzahlen. Doch auch hier findet ein Umdenken statt – sie verlegen sich aufs Fondssparen. Denn auch hier müssen sich Anleger um nichts kümmern – ihr Geld ist in den Händen erfahrener Fondsmanager, die verantwortungsvoll mit den ihnen anvertrauten Geldern umgehen und dabei auch noch eine attraktive Rendite für die Anleger erwirtschaften.

Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds ist eine attraktive Alternative

Viele Anleger, die das Risiko eines Einzelinvestments in eine Anleihe scheuen und auf eine breite Streuung setzen, nutzen bereits den Deutschen  Mittelstandsanleihen Fonds. Das Fondsmanagement wählt mit Hilfe des KFM-Scoring nur die Anleihen aus, die ein attraktives Chancen-/Soliditäts-Profil besitzen und überwacht anschließend die Anleihen.

Dass sich diese Fleißarbeit für einen Anleger lohnt, zeigt der oben stehende Chart. Seit Auflage hat sich der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds (blaue Linie) besser entwickelt als die wesentlichen Mittelstandsindizes der Börsen. In der aktuellen Niedrigzinsphase, die aus unserer Sicht noch länger anhalten wird, ist ein sorgfältig ausgewähltes Bündel von Anleihen einem Einzelinvestment vorzuziehen. Der Fonds eignet sich daher für Anleger, die mit konservativen bis ausgewogenen Anlageklassen bessere Renditen erzielen möchten.