Höchste Zeit zum Umschichten. Die nächste Stufe der Negativzinspolitik ist eingeleitet. Lassen Sie sich nicht „entsparen“!

Mit den heute verabschiedeten Maßnahmen zündet die EZB den nächsten Schritt ihrer Negativzinspolitik. Die US Bank JP Morgan (JPM) geht von verstärkt negativen Leitzinsen in den großen Wirtschaftsräumen aus. In einem aktuellen Bericht erwartet JPM in Zukunft so stark negative Zinsen, dass auch Bankeinlagen nicht nur von institutionellen, sondern auch von Privatanlegern davon betroffen sein werden.

Institutionelle Anleger wie Versicherungen und Vermögensmanager reagieren inzwischen auf die anhaltende Niedrigzinspolitik und haben bereits damit begonnen, die Wertpapieranlagen umzuschichten. Sie ziehen sich aus niedrig verzinsten Staatsanleihen zurück und schichten auch in hochverzinsliche Unternehmensanleihen um. Allerdings werden nur die Anleihen von Emittenten ausgewählt, die ein erfolgreiches Geschäftsmodell betreiben und bei denen die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sich die Bonität der Unternehmen verbessert. Der Grund dafür: Die Investoren sind auf der Suche nach stabilen, nachhaltigen Erträgen.

Auch Unternehmensanleihen des Mittelstands werden verstärkt geprüft. Die Rahmenbedingungen für eine weitere erfolgreiche Entwicklung deutscher Unternehmen sind besser, als die Berichte es vermuten lassen. Solide Finanzstrukturen und gute geschäftliche Entwicklungen sorgen auch in 2016 dafür, dass Unternehmensanleihen als attraktive Anlage gelten. Viele Experten sehen in diesem Anlagesegment für das laufende Jahr eine Marktchance. Dafür sprechen insbesondere zwei Gründe:

  1. Viele Unternehmen sind solide aufgestellt und profitieren von der Niedrig- bzw. Negativzinspolitik der EZB. Sollte die EZB auch dazu übergehen, Unternehmensanleihen aufzukaufen, wird die Nachfrage nach hochverzinslichen Unternehmensanleihen steigen.

  2. Die aktuelle Ausfallrate ist in diesem Anleihesegment auf 2,0% gefallen und eine Ausweitung dieser Ausfallrate ist aufgrund des erwarteten konjunkturellen Umfeldes sowie der soliden finanziellen Aufstellung der Unternehmen unwahrscheinlich.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS hat sich auf die Auswahl von Unternehmensanleihen des Mittelstands spezialisiert. Mit Hilfe des Analyseverfahrens KFM-Scoring werden die Bonität des Unternehmens und die Qualität der Anleihe geprüft und gewissenhaft überwacht. Nur die Anleihen, die den strengen Prüfungen standhalten und über ein attraktives Chancen-/Soliditätsprofil verfügen, kommen als Investment in Frage.

Seit Anfang März wird das KFM-Scoring um ein weiteres Analysewerkzeug erweitert. Mit Moody’s RiskCalc™ wird eine Kreditrisikomessung verwendet, mit dem die Ausfallwahrscheinlichkeit von Unternehmen zusätzlich ermittelt werden kann. Datengrundlage für die statistische Auswertung ist Moody’s Credit Research Database mit über 60 Millionen erfassten Jahresabschlüssen der letzten 30 Jahre. Speziell für die Analyse deutscher mittelständischer Unternehmen stellt Moody’s Analytics ein Datenmodell bereit, das mehr als 300.000 deutsche Firmen und über zwei Millionen Jahresabschlüsse umfasst.

Der Einsatz von Moody’s RiskCalc™ erlaubt uns, das Risiko der durch das KFM-Scoring generierten Handlungsempfehlungen zusätzlich zu plausibilisieren. Analog zum KFM-Scoring erfolgt bei Moody’s RiskCalc™ sowohl eine quantitative als auch eine qualitative Analyse. Moody’s RiskCalc™ ist daher für uns eine ideale Ergänzung bei der Analyse.

Den Erfolg des KFM-Scoring konnten wir bereits mit der Wertentwicklung des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS belegen. Mit Moody’s RiskCalc™ wird die Unternehmensanalyse weiter verbessert. Für unsere Investoren können damit weitere wichtige Informationen zu Emittenten und dem Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS bereitgestellt werden, die im Rahmen der immer strenger werdenden Regulierungen erforderlich sind. Wir verbessern zusätzlich die Möglichkeiten des Risikomanagements für das Fondsmanagement und institutionelle Investoren des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS.