KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

Euroboden GmbH (WKN A2GSL6; A2YNXQ): Durch den Schwerpunkt auf Wohnimmobilien in München und Berlin gut für die Corona-Krise gewappnet; Geschäftsführung nutzt Kursschwäche der Anleihe zum Kauf

Die Euroboden GmbH wurde im Jahr 1999 gegründet und ist als Projektentwickler und Bauträger im Bereich hochwertiger Wohnimmobilien - insbesondere in München und Berlin - tätig. Selektiv werden auch Gewerbe- insbesondere Büroprojekte umgesetzt. Die Projekte werden mit namhaften Architekten umgesetzt und wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Immobilien werden jeweils mit einer Objektgesellschaft umgesetzt. Alle Objektgesellschaften sind zu 100% im Eigentum der Euroboden GmbH, die als Holding fungiert.

Neben architektonisch hochwertigen Lösungen realisiert das Unternehmen hohe Wertsteigerungspotenziale durch zusätzlich geschaffenen Wohnraum. Seit Gründung hat das Unternehmen rund 30.000 qm mit einem Volumen von 200 Mio. Euro verkauft.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS ist seit September 2017 in Anleihen der Euroboden GmbH investiert.

Laut Unternehmensangaben vom 31.03.2020 spürt das Unternehmen noch keine Auswirkungen der Pandemie auf das operative Geschäft. Projekte, die sich im Bau befinden, laufen aktuell nach Plan. Baustellenarbeiter aus dem europäischen Ausland sind noch vor Ort und werden dies, auf freiwilliger Basis, vorerst bleiben, da sich eine Rückkehr in der aktuellen Situation als schwierig herausstellen würde. Einzig bei der Warenlieferung kann es zu kurzfristigen Engpässen kommen. Hier kann es in Zukunft durch die Entwicklungstätigkeit des Unternehmens zu temporären Beeinträchtigungen der zeitlichen Umsetzung kommen, dies könnte zu zeitlichen Verschiebungen von Umsatz und Ergebnis in den kommenden Quartalen führen. Wir halten das Unternehmen aber für flexibel und finanziell robust genug aufgestellt, um diese Auswirkungen abfedern zu können.

Wie bereits im KFM-Sondertelegramm zur Eyemaxx Real Estate AG berichtet, halten wir die Immobilienbranche in Deutschland für robust und gehen davon aus, dass sie von den Auswirkungen der Corona-Krise unterdurchschnittlich betroffen ist. Dies gilt vor Allem für die Standorte München und Berlin, in denen die Euroboden GmbH ausschließlich tätig ist. Des Weiteren besteht die Projektpipeline der Euroboden AG zu 75% aus Wohnimmobilien, hier erwarten wir die geringsten Auswirkungen der Covid-19 Krise auf den Immobilienmarkt. Hotels befinden sich nicht in der Projektpipeline oder im Bestand.

Die Euroboden GmbH hat im Geschäftsjahr 2018/2019 (01.10.2018 bis 30.09.2019) ein Periodenergebnis nach Steuern von 24,6 Mio. Euro erzielt und konnte das Vorjahresergebnis von 8,4 Mio. Euro deutlich steigern. Aktuell verfügt die Gesellschaft über eine freie Liquidität von über 40 Mio. Euro. Entsprechend verfügt Euroboden über eine ausreichende Liquidität, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen, die sich aus den Zinszahlungen für die umlaufenden Unternehmensanleihen ergeben, uneingeschränkt nachzukommen. Den Kursrückgang der Anleihe haben die Geschäftsführer Stefan Höglmaier und Martin Moll genutzt, um privat Anleihen der Euroboden GmbH zu kaufen, dies sehen wir als großen Vertrauensbeweis. 

In ihrem KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer vom 19.09.2019 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die 6,00%-Anleihe der Euroboden GmbH (WKN A2GSL6) und die 5,50%-Anleihe der Euroboden GmbH (WKN A2YNXQ) jeweils mit 4 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung hat weiterhin Bestand.