KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

GRENKE AG (WKN A161ZB; A2GSE4; A255D1): GRENKE erzielt im 1. Quartal 2020 trotz Corona-Pandemie ein Plus von 1,6% im Leasing-Neugeschäft

Die 1978 in Baden-Baden gegründete GRENKE Gruppe ist ein globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen. Kunden erhalten alles aus einer Hand: vom flexiblen Small-Ticket-Leasing über bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum praktischen Factoring mit schneller und einfacher Abwicklung. Die GRENKE Gruppe mit über 1.700 Mitarbeitern ist in 32 Ländern weltweit aktiv.

Die COVID-19-Pandemie hat das Wachstum des Neugeschäfts vor allem in den letzten Tagen des 1. Quartals deutlich beeinträchtigt. Gleichwohl konnte das Leasing-Neugeschäft um weitere 1,6% gesteigert werden, nachdem sowohl das Leasing- als auch das Factoring-Neugeschäft im Jahr 2019 zwischen 18 und 26% zulegen konnte. Damit stieg das Neugeschäft, das der Summe der Anschaffungskosten aller neu erworbenen Leasinggegenstände entspricht, im 1. Quartal 2020 auf 681,3 Mio. Euro (Q1 2019: 670,3 Mio. Euro). Der Neugeschäftsverlauf bewegte sich in den ersten zehn Wochen des laufenden Geschäftsjahres innerhalb des prognostizierten Rahmens. Im 1. Quartal gingen insgesamt 154.175 Leasinganfragen ein. Auf Gruppenebene (weltweit) wurden aus diesen Anfragen 75.654 neue Leasingverträge geschlossen, was einer Umwandlungsrate von 49% entspricht. Der mittlere Wert pro Leasingvertragsabschluss bewegte sich mit 9.005 Euro auf nahezu unverändertem Niveau (Q1 2019: 8.965 Euro).

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) konnte für das Leasing-Neugeschäft deutlich ausgebaut werden und stieg von 111,2 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahresquartal im Auftaktquartal 2020 auf 123,9 Mio. Euro. Damit erhöhte sich die DB2-Marge des Neugeschäfts von 16,6% im 1. Quartal 2019 auf 18,2% im 1. Quartal 2020. Auch der Deckungsbeitrag 1 (DB1), der die kontrahierten Zahlungsströme der Leasingverträge umfasst, konnte mit 88,1 Mio. Euro und einer DB1-Marge von 12,9% ausgebaut werden.

Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring verzeichnete im 1. Quartal 2020 mit einem angekauften Forderungsvolumen von 171,7 Mio. Euro eine Steigerung von 20,6% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr (Q1 2019: 142,4 Mio. Euro).

Auch das KMU-Kreditgeschäft (inkl. Existenzgründungsfinanzierungen) wuchs im Jahr 2019 bereits um 25%. Ohnehin dürfte GRENKE in seiner Eigenschaft als Finanzdienstleister von den vollständig vom Staat garantierten Krediten für kleine und mittelgroße Unternehmen in der Corona-Krise profitieren, zumal GRENKE über direkte Zugänge zu Förderbanken wie der NRW-Bank, der KfW oder der EIB verfügt. In jedem Fall werden diese Maßnahmen allgemein dazu beitragen, dass Kreditrisiken minimiert und Geschäftsbeziehungen fortgesetzt werden können.

Für das Gesamtjahr 2020 erwartete die GRENKE Gruppe ursprünglich ein Wachstum von 14 bis 18%, so dass der Konzerngewinn für das Geschäftsjahr 2020 zwischen 153 bis 165 Mio. Euro liegen könnte, nachdem bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 der Konzerngewinn mit 142,1 Mio. Euro gegenüber dem Jahr 2018 (131,5 Mio. Euro) bereits um 8% gesteigert werden konnte. Inwieweit und in welchem Umfang die COVID-19-Pandemie Einfluss auf die weitere Geschäfts- und Ergebnisentwicklung für das Jahr 2020 und darüber hinaus haben wird, ist aktuell nicht verbindlich abschätzbar und nicht in der am 11. Februar 2020 veröffentlichten Prognose für das Geschäftsjahr 2020 enthalten. Der Vorstand erklärt, seine Prognose zu aktualisieren, sobald sich die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hinreichend bestimmen lassen.

Inzwischen arbeiten mehr als 90% der GRENKE-Mitarbeiter von zu Hause aus. Beim Neugeschäft gelte aktuell deutlich strengere Vorgaben, um Ausfälle zu minimieren. GRENKE kann den Mittelstand in dieser Extremsituation vor allem mit der Finanzierung digitaler Ausstattung von Homeoffices und Medizintechnik stützen.

Da es sich bei den Anleihen der GRENKE AG (GRENKE 15/unbefristet; GRENKE 17/unbefristet; GRENKE 19/unbefristet) um Werte aus dem Liquiditäts-Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS handelt, werden von der KFM Deutsche Mittelstand AG dazu keine KFM-Barometer veröffentlicht. Die Analysten der KFM gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass aufgrund der robusten Liquiditätsreserven für beide Anleihen die Zins- und Tilgungszahlungen gesichert sind.