KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

Schlote Holding GmbH (WKN A2YN25): Liquiditätsreserven, ständiger Austausch mit Kunden, größeres Auftragspaket Ende Januar 2020 erhalten, Landesbürgschaft des Landes Niedersachsen am 09.04. erwartet und Wiederanlauf der Werke voraussichtlich ab Mitte April

Wirtschaftlich startete die Schlote-Gruppe aus einer stabilen Position in das neue Jahr. Der Jahresabschluss 2019 wird derzeit geprüft. Das vorläufige Ergebnis wird voraussichtlich leicht über Plan liegen.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise meistern zu können, hat die Geschäftsführung ein straffes Maßnahmenpaket verabschiedet, welches von Kurzarbeit Null, hartem-Kosten Controlling bis hin zu Vereinbarungen mit Lieferanten und Finanzierungsinstituten sowie den im Gesetz vom 27. März 2020 vorgesehenen Verfahren mit den Finanzämtern reicht. Herzstück ist eine Landesbürgschaft des Landes Niedersachsen, mit deren Erteilung am 9. April zu rechnen ist. Dazu nutzt Schlote vorsorglich auch die von der Bundesregierung verabschiedeten Maßnahmen, um auf alle Eventualitäten, wie die jüngst bekannt gegebenen Werksschließungen der Kunden, vorbereitet zu sein. Zur weiteren Verbesserung der Liquidität konnten in China erfolgreich zwei „Working Capital loans“ vereinbart werden.

Die Kunden haben unverändert sehr großes Vertrauen in die Schlote Gruppe. So habe man ein größeres Auftragspaket Ende Januar 2020 erhalten, welches pro Jahr ca. 12,5 Mio. Euro Mehrumsatz bringt. Neben der technischen Markführerstellung in ihrem Fachgebiet - der Bearbeitung von anspruchsvollen Getriebegehäusen - sehen die Kunden überwiegend auch die wirtschaftliche Stabilität der Schlote Gruppe als ein entscheidendes Auftragsvergabekriterium an.

Das Werk der Schlote Gruppe in China (Tianjin bei Peking) ist nunmehr in der vierten Woche nach dem Wiederanlauf bereits in einer Bandbreite von 75% bis 80% der Normalkapazität zurückgekehrt und sollte den „Break Even“ noch im April überschreiten. Einige Kunden rufen in China sogar stärker als vor der Corona-Krise ab.

In Deutschland ist durch den Werkstillstand der wesentlichen Kunden Daimler, VW, Porsche, BMW und Volkswagen Gruppe der Umsatz mittlerweile um gut 75% zurück gegangen.  Lediglich die Werke Harzgerode und Saarbrücken der Schlote Gruppe produzierten noch bis vergangenen Freitag, Saarbrücken zuvor schon in verringerten Umfang. Der Wiederanlauf der Produktion ist für Mitte April in Abstimmung mit den großen deutschen Autobauern geplant. Die Hochlaufkurve des Werkes in China kann als Vergleichsmaßstab auch für den Wiederhochlauf in Deutschland herangezogen werden, um technisch den Wiederanlauf problemlos zu managen.

An der Bedienung des Zinsdienstes der Anleihe im Mai und im weiteren Verlauf sowie an der Gesamtrückzahlung der Anleihe bestehen gemäß der Geschäftsleitung keine Zweifel.

In ihrem KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer vom 12.11.2019 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die 6,75%-Anleihe der Schlote Holding GmbH (WKN A2YN25) mit 4 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung hat weiterhin Bestand.