KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

AT & S Austria Technologie & Systemtechnik AG (WKN A19SRQ): Frühzeitige Präventionsarbeit zahlt sich aus

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik AG (kurz: AT&S) ist einer der führenden Leiterplattenhersteller in Europa. Leiterplatten sind die Schnittstelle zwischen den elektronischen Endgeräten und den mechanischen und elektronischen Bauteilen (z.B. Halbleiter). AT&S Leiterplatten werden in mobilen Endgeräten (Smartphones, Smart Watches, Tablets, Notebooks etc.), Industrieelektronik (Prozesssteuerung, Sensorik, etc.), Automotive (z.B. Getriebesteuerung, Kamera- und Sicherheitssysteme etc.) sowie Medizin- und Gesundheitstechnik (Hörgeräte, Herzschrittmacher, etc.) eingesetzt.

AT&S ist europäischer Marktführer und weltweit einer der führenden Hersteller von hochwertigen Leiterplatten und IC-Substraten. Als internationales Wachstumsunternehmen verfügt AT&S über eine globale Präsenz mit Produktionsstandorten in Österreich (Leoben, Fehring) sowie Werken in Indien (Nanjangud), China (Shanghai, Chongqing) und Korea (Ansan nahe Seoul).

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS ist seit der Emission im November 2017 in der Anleihe der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik AG investiert.

Dank der frühzeitigen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, die nach den erfolgreichen Erfahrungen in China bereits an allen Standorten und noch vor Inkrafttreten der Auflagen der Österreichischen Bundesregierung eingeführt wurden, sind derzeit alle AT&S Standorte in Europa und Asien zu 100 Prozent verfügbar. So wurde in allen Werken frühzeitig unter anderem eine Maskenpflicht eingeführt, die Home-Office Möglichkeiten umfangreich ausgeweitet, der Kantinenbetrieb eingeschränkt und die Dienstreisetätigkeit gestoppt. Diese Maßnahmen haben dafür gesorgt, dass in den Werken in China bisher keine COVID-19 Infektionen diagnostiziert wurden und AT&S als eines der ersten Unternehmen in China den Betrieb wiederaufnehmen durfte. Es kommt also zurzeit zu keinerlei Einschränkungen bei der Auftragsabwicklung. Gleiches gilt für die Versorgung mit den benötigten Produktionsmaterialien. Um diese notwendige Flexibilität in den nächsten Wochen weiterhin beizubehalten, wurden bereits entsprechende Vorsorgemaßnahmen, wie eine ausreichende Bereitstellung der Produktionsmaterialen, eingeleitet.

Angesichts der globalen Auswirkungen auf die Logistik- und Produktionsketten infolge der COVID-19-Pandemie ist trotz der guten Vorbereitung seitens AT&S davon auszugehen, dass es in einigen Kundensegmenten, wie zum Beispiel der Automobilindustrie, zu einer reduzierten Nachfragesituation kommen wird.

Weltweit werden aktuell Beatmungsgeräte für die Behandlung von an COVID-19-Erkrankten benötigt und die Geräte sind knapp. AT&S stellt auch Leiterplatten für solche Beatmungsgeräte her und stellt eine deutliche Nachfrageerhöhung fest. Im 3-Schicht-Betrieb arbeiten Teams von AT&S aktuell an der Herstellung der dafür notwendigen Komponenten. Vor allem in Indien genießt AT&S inzwischen als „Hersteller essentieller Güter für den indischen Staat“ hohes Ansehen. In Indien wurden beispielsweise Automobilhersteller vom Staat verpflichtet, statt Autos nun Beatmungsgeräte zu bauen. AT&S zeigt hier die nötige Flexibilität, um die dafür benötigten Leiterplatten zu liefern. Auch die bisherigen Kooperationspartner in anderen Ländern wie den USA, die derzeit mit Hochdruck Beatmungsgeräte herstellen, haben ihre Aufträge deutlich ausgeweitet, so dass Umsatzausfälle aus dem Automotive-Bereich bei AT&S nun durch diese Aufträge gemildert werden können.

Wirtschaftliche Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind daher derzeit für das Geschäftsjahr 2020/21 nur schwer abschätzbar. Nichtsdestotrotz sehen wir die AT&S finanziell mit einer Eigenkapitalquote von 40% und Barmitteln in Höhe von 430 Mio. Euro zum 31.12.2019 sehr solide aufgestellt.

Da es sich bei der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik AG Anleihe um einen Wert aus dem Liquiditäts-Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS handelt, werden von der KFM Deutsche Mittelstand AG dazu keine KFM-Barometer veröffentlicht. Die Analysten der KFM gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass aufgrund der robusten Liquiditätsreserven die Zins- und Tilgungszahlungen der Anleihe gesichert sind.