KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

Diok RealEstate AG (WKN A2NBY2): nahezu keine Anfragen wegen Mietstundung oder Mietausfälle aufgrund der Covid-19-Krise

Die Diok RealEstate AG mit Sitz in Köln hat sich auf qualitativ hochwertige Büroimmobilien in guten bis sehr guten Mikrolagen an deutschen Sekundärstandorten spezialisiert. Das Unternehmen verfolgt die Strategie ausschließlich in sog. 1B- Städten zu investieren, die idealtypisch nahe an sog. A-Städten gelegen sind. Es werden bestehende Immobilien erworben, die von bonitätsstarken Adressen langfristig gemietet werden. Das Management der Diok RealEstate AG verfügt über einen langjährigen erfolgreichen Track-Rekord. Der Erwerb der Immobilien erfolgt auf der Grundlage eines stringenten Auswahlverfahrens. Durch ihr ausgezeichnetes Netzwerk und ihre Strategie verfügt das Unternehmen über bonitätsstarke und auch international renommierte Mieter.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS ist seit der Emission im Oktober 2018 in der Anleihe der Diok RealEstate AG investiert

Laut Unternehmensangaben vom 20.04.2020 spürt das Unternehmen noch keine Auswirkungen der Pandemie auf die Büromärkte in den ausgewählten deutschen Sekundärlagen. Bisher habe keiner der mehr als 40 Büromieter um eine Stundung von Mietzahlungen gebeten, ebenso wenig sei es zu Mietausfällen gekommen. Lediglich vier Mieter in kleineren Praxisflächen, ein Einzelhändler und ein Gastronom hätten Anfragen hierzu gestellt. Zusammen belaufe sich deren Mietvolumen auf einen Anteil von rund 2% der gesamten Nettokaltmiete. 

Wie bereits in vorherigen Sondertelegrammen erläutert, halten wir die Immobilienbranche in Deutschland für robust und gehen davon aus, dass sie von den Auswirkungen der Corona-Krise unterdurchschnittlich betroffen ist. Die veröffentlichten Zahlen der Diok RealEstate AG bestätigen dies. Auf Grund eines überdurchschnittlich hohen Mietanteiles von traditionell standorttreuen erfolgreichen Mittelständlern rechnet die Diok auch in Zukunft mit einer stabilen Entwicklung. Zu einem mittelfristigen Rückgang der Büronachfrage könnte die momentan sehr gut funktionierende Home-Office Situation führen. Dem würde jedoch entgegenwirken, dass durch die globale Covid-19-Pandemie in zahlreichen Unternehmen über eine Rückverlagerung der betrieblichen Prozesse ins Inland sowie eine Verkürzung der Lieferketten nachgedacht wird. Zudem könnten durch neue Hygienestandards Einzelbürolösungen Großraumbüros vorgezogen werden, welche tendenziell eine größere Fläche benötigen.

Das Konzernergebnis nach IAS / IFRS vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das Gesamtjahr 2019 beträgt 40,7 Mio. Euro nach 3,4 Mio. Euro im Vorjahr, was im Wesentlichen auf das Bewertungsergebnis des Immobilienbestandes zurückzuführen ist, der für das Geschäftsjahr 2019 mit 38,2 Mio. Euro angegeben wird (Vj: 3,2 Mio. Euro). Das Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftung vor Personal- und sonstigen Aufwendungen hat sich mit 5,3 Mio. Euro gegenüber der Vorperiode mit 1,3 Mio. Euro mehr als vervierfacht. Diese Ergebnissteigerung ist im Wesentlichen auf den starken Anstieg des Immobilienbestandes zurückzuführen. Auf Grund der erst zum Ende des Geschäftsjahres zugegangenen weiteren Objekte und der damit nicht ganzjährig eingegangenen Mieten erwarten wir für das Jahr 2020 bereits mit dem jetzigen Immobilienbestand einen deutlich positiven Cashflow und sehen die kommenden Zins- und Tilgungszahlen als gesichert.

In ihrem KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer vom 04.06.2019 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die 6,00%-Anleihe der Diok RealEstate AG (WKN A2NBY2) mit 4 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung hat weiterhin Bestand.