KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

PCC SE (WKN A13SH3; A2G867; A2NBFT): Nachfrage nach Rohstoffen für die Herstellung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln führt zu Produktion im Drei-Schicht-Betrieb

PCC ist eine international tätige Unternehmensgruppe mit Sitz in Duisburg, die in drei Sparten tätig ist: Chemie, Energie und Logistik. In 18 Ländern beschäftigt die PCC heute mehr als 3.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit mehr als 85% Umsatzanteil liegt der Schwerpunkt der PCC klar auf der Chemie-Sparte. Die PCC Rokita SA als eines der größten Chemiewerke Polens, stellt in der Nähe von Wrocław (Breslau) Chemikalien wie Polyole, Chlor und Kunststoffadditive her, die unter anderem in der Automobil-, Möbel- und Kunststoffindustrie eingesetzt werden. Im Energiesektor konzentriert sich die PCC auf die Entwicklung von Kraftwerksprojekten. Über den langjährigen Betrieb dieser Werke wird nachhaltig die Wertschöpfung der PCC-Gruppe generiert. Das Projektportfolio umfasst derzeit Industrie-KWK-Anlagen und Kleinwasserkraftwerke. Die Logistiksparte umfasst zurzeit den intermodalen Containertransport, Logistikdienstleistungen, Straßentransport und Waggonvermietung. Spartenprimus ist die PCC Intermodal S.A., Gdynia, die zu Polens führenden Containertransporteuren zählt. Die Gesellschaft bietet Kombiverkehre nach Fahrplan an. Die PCC SE wird Ende März die Zahlen für das 4. Quartal 2019 veröffentlichen. In den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte die PCC SE ihr Ergebnis bereits deutlich steigern und die eigenen Erwartungen übererfüllen. 

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS hält aktuell drei PCC-Anleihen im Portfolio. Seit Fondsauflage ist der Fonds in verschiedenen Anleihen der Dauer-Emittentin PCC SE investiert.

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie verzeichnet die PCC SE im Segment Logistik aktuell eine Erholung bei Containertransporten aus China. Derzeit sind wieder fünf Containerschiffe aus China nach Polen unterwegs: Im April werden in Danzig drei Schiffe erwartet, zwei Containerschiffe sollen in Gdynia eintreffen. Die Auftragslage der polnischen Konzerngesellschaft PCC Intermodal S.A. sollte sich daher im April wieder deutlich verbessern, nachdem aufgrund der zunächst in China ausgebrochenen Coronavirus-Pandemie in den vergangenen Wochen viele Lieferungen von dort storniert worden waren.

Lediglich im intermodalen Transportbereich ist seit Kurzem, unter anderem aufgrund unterbrochener Lieferketten aus Asien, ein rückläufiger Auftragseingang zu verzeichnen. Wir gehen davon aus, dass nach Bewältigung der Corona-Krise Nachholeffekte den Auftragsrückgang kompensieren werden.

Im Moment steigert PCC ihre Produktion von antibakteriellen Seifen und desinfizierenden Handreinigern. Die Konzerngesellschaft PCC Consumer Products Kosmet Sp. z o.o. (PCC CP Kosmet) erhöht ihre Produktion ab Montag, 23. März auf drei Schichten. Damit reagiert der polnische Konsumgüterproduzent auf die aufgrund der Covid-19-Verbreitung stark gestiegene Nachfrage. Ab Montag werden mit „Hysepta AntiVirus“ und „Hysepta AntiVirus+“ auch zwei neu-zertifizierte Desinfektionsmittel in die Produktion gehen. Die PCC CP Kosmet bedient vor allem Kunden in Polen.

PCC ist mit ihren Geschäftsbereichen breit diversifiziert aufgestellt; Auftrags- und Umsatzrückgänge in Teilbereichen können durch andere Segmente ausgeglichen werden.

Die aktuelle Public- und Investor-Relations-Arbeit der PCC SE schätzen wir als vorbildlich ein. Unter dem Link https://www.pcc.eu/news/ können sich Anleihenbesitzer fortlaufend informieren.

In ihrem KFM-Unternehmens-Barometer vom 02.04.2019 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die PCC SE mit 4,5 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung hat weiterhin Bestand.