KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

PORR AG (WKN A19CTJ; A28TAL): Nach vorläufigen Zahlen 2019 mit starkem Auftragsbuch und gutem Ergebnis

Die PORR-Gruppe ist eines der führenden Bauunternehmen in Europa mit Sitz in Wien. Die Gruppe beschäftigt circa 19.000 Mitarbeiter und erbringt eine Produktionsleistung von rund 5,6 Mrd. Euro (Geschäftsjahr 2018). Der Fokus der Gruppe liegt auf den Heimmärkten: Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen und Tschechien, in denen rund 87% der Produktionsleistung erbracht werden. Zudem expandiert die PORR-Gruppe in internationale Märkte sowohl in Europa als auch im Nahen Osten, insbesondere im Rahmen von Infrastrukturprojekten.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS hält aktuell zwei Anleihen im Portfolio. Seit April 2015 ist der Fonds in verschiedenen Anleihen der PORR AG investiert.

Die PORR schloss das Konsolidierungsjahr 2019 mit einem hohen Auftragsbestand ab, der erneut über der 7-Milliarden-Euro-Marke lag. Dies spiegelt trotz anspruchsvollem Marktumfeld den positiven, mittelfristig anhaltenden Markttrend wider. Die Produktionsleistung erreichte mit rund 5,6 Mrd. Euro erneut den Rekordwert des Vorjahres. 94% der Leistung erbrachte die PORR in ihren sieben stabilen europäischen Heimmärkten.

„Das abgelaufene Geschäftsjahr war herausfordernd. Heute gilt es, das Erreichte der vergangenen Jahre zu konsolidieren und gezielt zu stärken“, sagte Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR. „Wir sind fundamental stark und breit aufgestellt. Damit können wir fokussiert am anhaltenden Boom im Bausektor partizipieren und unser Ziel bleibt es, die Ertragskraft der PORR nachhaltig zu verbessern.“ Österreich und Deutschland wuchsen insgesamt um 2,5 %, erwirtschafteten damit erneut einen Großteil der Leistung und blieben die zwei wichtigsten Märkte der PORR.

Auf Basis des Geschäftsverlaufs und der vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen 2019 geht der Vorstand davon aus, dass das voraussichtliche Ergebnis vor Steuern (EBT) für das Geschäftsjahr 2019 mindestens 35 Mio. Euro erreichen wird. Die Nettoverschuldung konnte per 31. Dezember 2019 - insbesondere durch verbessertes Net Working Capital Management - auf Vorjahresniveau stabilisiert werden. Sie liegt voraussichtlich unter Berücksichtigung des IFRS 16 (ca. 200 Mio. Euro) bei rund 350 Mio. Euro. Gleichzeitig weist die PORR eine deutlich höhere Liquidität zum Jahresende auf und ist somit finanziell robust aufgestellt.

Einstellung nahezu aller Bauarbeiten in Österreich

Die PORR AG meldete am Donerstag, dass es in Österreich noch keine klare, einheitliche Regelung für die Schließung von Baustellen gäbe. Deshalb habe PORR den Betrieb ihrer mehr als 1.000 Baustellen in Österreich für die überwiegende Mehrheit eingestellt, da der Schutz und die Gesundheit der Mitarbeiter und Partner die oberste Priorität hätten. Bauarbeiten zur Instandhaltung wesentlicher Infrastruktureinrichtungen in Österreich sowie nahezu abgeschlossene Bauprojekte oder Restarbeiten zur Stilllegung von Baustellen würden ordnungsgemäß durchgeführt. Dabei würden die behördlichen Vorschriften eingehalten, um alle Mitarbeiter zu schützen. Es wäre alles so vorbereitet, dass der Bau bei einer Verbesserung der aktuellen Situation sofort fortgesetzt werden könne.

PORR wird in den nächsten Tagen ihre Arbeiter und die Mehrheit ihrer Mitarbeiter in Österreich zur Kurzzeitarbeit anmelden; Entlassungen sind keine vorgesehen, um nach Beendigung der Corona-Pandemie die Arbeiten schnell und in vollem Umfang wieder aufnehmen zu können und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Am Donnerstag ging PORR davon aus, dass die Arbeiten auf den internationalen Märkten von PORR fortgesetzt würden. Die konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Projekte der PORR sind aktuell noch nicht absehbar.

In ihrem KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer vom 02.09.2019 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die 5,50%-Hybrid-Anleihe der PORR AG (WKN A19CTJ) mit 3 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung hat weiterhin Bestand. Für die kürzlich begebene 5,375%-Hybrid-Anleihe (WKN A2TAL) steht das KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer noch aus; hier liegt die Bewertung im gleichen Rahmen.