KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

R-Logitech S.A.R.L. (WKN A2R4KF): Euroports-Übernahme lässt für 2020 starke Zahlen erwarten - Lagerhallen an Häfen dürften durch Corona-Krise profitieren

Die R-LOGITECH S.A.M. ist ein Schwesterunternehmen der Metalcorp Group S.A. unter dem gemeinsamen Dach der Monaco Resources Group und führender Player im Bereich der Logistik. Die operativen Geschäftstätigkeiten der heutigen R-LOGITECH sind unterteilt in die Sparten Logistik und Technologie. In der Sparte Logistik bündelt das Unternehmen die Verwaltung von Häfen und Terminals sowie die Erbringung von Logistikdienstleistungen. In der Sparte Technologie stellt R-LOGITECH Beschaffungslösungen, Reparatur und Wartung bereit. Das Unternehmen agiert als reiner Dienstleister und wird mit entsprechenden Honoraren für Dienstleistungen entgolten, so dass Preisschwankungen der Güter, die für die Kunden bewegt werden, keinen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der R-LOGITECH haben. Auch Währungseffekte sind stark eingegrenzt, da in den jeweiligen Ländern Kosten und Erträge in Landeswährung anfallen. Gleichzeitig erfolgt die Abrechnung mit den Kunden, die meist internationale Konzerne aus Europa oder den USA sind, in US-Dollar oder Euro und damit innerhalb des europäischen Rechtsrahmens. Bisher war R-LOGITECH an 22 verschiedenen Standorten mit rund 1.500 Mitarbeitern weltweit tätig. Mit der Akquisition der „Euroports“ zum Stichtag 01.07.2019 sind 29 Terminals in neun Ländern mit rund 2.300 zusätzlichen Mitarbeitern hinzugekommen. Mit ihrem großen Netzwerk namhafter internationaler Kunden und der Fokussierung auf Nischensektoren mit margenstarken Dienstleistungen, wie dem spezialisierten Massengutumschlag und Speditions- und Schiffsagentur-Leistungen, ist die R-LOGITECH bestens positioniert, um die Marktposition nicht nur in Afrika, sondern auch weltweit weiter auszubauen.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS ist seit der Emission im März 2018 in der Anleihe investiert.

R-LOGITECH erzielte im Geschäftsjahr 2019 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 427,6 Mio. Euro nach 160,9 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von 166%. Dieser Ergebnisanstieg ist stark beeinflusst vom erstmaligen Einbezug der im März/April 2019 übernommenen „Euroports“, die ab dem 01.07.2019 vollständig im Sinne der Vollkonsolidierung einbezogen wurde. Das vorläufige Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 18,7 Mio. Euro auf 60,3 Mio. Euro. Das Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug bedingt durch nicht liquiditätswirksame teilweise einmalige Abschreibungen im Rahmen der Euroports-Übernahme 7,4 Mio. Euro nach 15,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzern-Eigenkapital erhöhte sich aufgrund dieser Übernahme absolut von 32,8 Mio. Euro auf 483,9 Mio. Euro. Dies entspricht einer nach wie vor soliden Konzern-Eigenkapitalquote von 29,5% zum 31.12.2019 nach 39,9% zum Vorjahresstichtag. Die liquiden Mittel wuchsen von 11,5 Mio. Euro auf 66,3 Mio. Euro zum 31.12.2019 an.

Ausgehend von dem zuvor genannten Zahlenmaterial errechnet sich nach unserer Schätzung für das Gesamtjahr 2020 ein Konzernumsatz der R-LOGITECH Gruppe von mehr als 800 Mio. Euro. Geht man davon aus, dass im Zuge einer Übernahme in dieser Größenordnung erfahrungsgemäß Kosten beim Käufer für Beratung, „Due Diligence Prozesse“, etc. in Höhe von ca. 15 Mio. Euro einmalig ergebniswirksam (bereinigtes EBITDA erhöhend) angefallen sein dürften und unter der Maßgabe des erstmals ganzjährigen Ergebnisbeitrages der „Euroports“ lässt sich ein EBITDA von mehr als 100 Mio. Euro für 2020 ableiten. Entsprechend errechnet sich nach unseren Schätzungen ein normalisiertes EBIT von mehr als 35 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2020.

Aufgrund der strategischen Bedeutung der Hafen-Logistik, die durch R-Logitech und deren Tochtergesellschaft Euroports erbracht wird, sehen wir deren Geschäftsmodell als systemrelevant an. Die Sicherstellung der Lieferkette mit systemrelevanten Waren, Lebensmitteln, Rohstoffen und halbfertigen Erzeugnissen genießen in der aktuellen Krise höchste Priorität. Wir sind der Überzeugung, dass die R-Logitech eine bedeutsame Schnittstelle in der internationalen Lieferkette darstellt. Wir gehen davon aus, dass die R-Logitech-Gruppe deshalb von den staatlichen Stellen bevorzugt die notwendigen Genehmigungen zur Fortführung der Hafenlogistik erhält.

In ihrem KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer vom 11.03.2020 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die 8,50%-Anleihe der R-Logitech S.A.M. mit 5 von 5 möglichen Sternen bewertet.