KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

Deutsche Rohstoff AG (WKN A2YN3Q): Ölpreis-Absicherung bringt Planungssicherheit

Die Deutsche Rohstoff mit Sitz in Mannheim identifiziert, entwickelt und veräußert attraktive Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Der Schwerpunkt liegt in der Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA. Weiterhin werden Projekte zur Förderung bzw. Produktion von Metallen wie Gold, Kupfer, Seltenen Erden, Wolfram und Zinn entwickelt. Seit dem Börsengang im Jahr 2010 konnte das Unternehmen insgesamt sieben Projekte mit einem Gesamterlös von rund 330 Mio. USD verkaufen und dabei insgesamt ein Vorsteuerergebnis von rund 80 Mio. USD im Konzern erzielen.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS ist seit Januar 2014 in Anleihen der Deutsche Rohstoff AG investiert.

Im Zuge der Corona-Krise und dem Öl-Streit zwischen Russland und der OPEC sank der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit 2001. Die zuletzt veröffentlichten Cash-Betriebskosten der Deutsche Rohstoff AG liegen bei ca. 14,50 Euro je produziertem BOE (Barrel Öläquivalent). Mit geringen Investitionen, sofern der Ölpreis sein Niveau nicht erheblich verbessern kann, ist die Deutsche Rohstoff AG auch bei einem aktuellen Ölpreis von 26,50 US-Dollar in der Lage, freie Cashflows zu generieren. Ein weiterer Pluspunkt hierbei ist, dass die Ölproduktion des Konzerns im ersten Quartal 2020 zu ca. 80%, im ersten Halbjahr zu 65% und im Gesamtjahr zu 55% preislich abgesichert ist. Der abgesicherte Preis im 1. Quartal beläuft sich auf 57,48 USD/Barrel, für das Gesamtjahr bei 57,12 USD/Barrel. Sollte die derzeitige Preisschwäche länger anhalten, insbesondere auch im 2. Halbjahr 2020, hätte der niedrige Ölpreis dennoch einen negativen Effekt auf die Prognose 2020 des Deutsche Rohstoff-Konzerns. Unter Würdigung der Absicherung dürfte das betriebswirtschaftliche Ergebnis auskömmlich genug sein, um das Geschäftsmodell zu sichern.

In den vorläufigen Ergebniszahlen zum 31.12.2019 weist das Unternehmen eine Nettoverschuldung von 80,6 Mio. Euro aus (165,8 Mio. Euro an Anleihen und Bankschulden abzüglich 85,2 Mio. Euro an Bargeld und Wertpapieren des Umlauf- und Anlagevermögens). Das größte Element der Verschuldung besteht aus der im Dezember 2024 fälligen Anleihe in Höhe von 87,1 Mio. Euro.

Die niedrigen Produktionskosten aus bestehenden Bohrlöchern, die in diesem Jahr abgesicherten Ölpreise sowie die langlaufenden Anleihen lassen darauf schließen, dass die Deutsche Rohstoff AG eine längere Zeit niedriger Rohstoffpreise überstehen kann.

In ihrem KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer vom 19.11.2019 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die 5,25%-Anleihe der Deutsche Rohstoff AG mit 4 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung hat weiterhin Bestand.