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Investments im Fokus

 

Douglas GmbH (WKN A161MW) / Kirk Beauty One GmbH (WKN A161WQ): Robuste Liquiditätsreserven und starke Online-Präsenz geben Sicherheit trotz temporärer Filialschließungen

Die Ursprünge des Unternehmens Douglas gehen auf das Jahr 1821 zurück, als der Schotte John Sharp Douglas in der Speicherstadt Hamburg eine Seifenfabrik gründete. Im Jahre 1910 entstanden dort die ersten Parfümläden. Ende der 60er Jahre wurden die Parfümerieläden in die HUSSEL AG (Familie Kreke) einbezogen, wo dann eine strenge Aufteilung in Parfümerien und Süßigkeiten erfolgte. Schon früh konzentrierte sich Douglas auch auf das Online-Geschäft mit eigenem Online-Store. Im Jahr 2019 wurde das Sortiment ergänzt um „Douglas Beauty Booking“; hier können individuelle Termine rund um die Schönheit in den Stores vereinbart werden. Es folgte die Online-Plattform #FORWARDBEAUTY, ein Marktplatz, der es auch Fremdanbietern erlaubt, hier präsent zu sein.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS ist seit November 2018 in der 6,25%-Anleihe der Douglas GmbH und seit August 2019 in der 8,75%-Anleihe der Douglas-Muttergesellschaft Kirk Beauty One GmbH investiert.

Nachdem Douglas das Geschäftsjahr 2018/2019 (Geschäftsjahresende: 30.09.2019) mit starken Wachstumszahlen in allen Bereichen schließen konnte, knüpfte das Unternehmen im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2019/2020 (01.10.2019 bis 31.12.2019) an diese erfolgreiche Entwicklung an.

Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich die Stärke des Online-Handels: 16,9% des Gesamtumsatzes wurden in den Online-Shops erwirtschaftet; in Deutschland war es mit 29,4% sogar fast ein Drittel.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Ausbreitung des Corona-Virus hat Douglas den Filialhandel in den meisten europäischen Märkten ausgesetzt. Die Dauer dieser Maßnahmen wird abhängig sein von den jeweiligen nationalen und regionalen Vorgaben. Der Versand- und Onlinehandel im Douglas Omnichannel-Angebot ist natürlich nicht betroffen und kann von Kunden wie gewohnt genutzt werden.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf Douglas sind derzeit noch nicht quantifizierbar. Douglas verfügt über robuste Liquiditätsreserven in Höhe von 362,4 Mio. Euro (31.12.2019). Die Geschäftsführung hat umfangreiche betriebliche Kostenmaßnahmen in die Wege geleitet, um die Auswirkungen auf das Ergebnis abzumildern. Der Onlinehandel wird dabei helfen, einen Teil der Auswirkungen des ausgesetzten Filialhandels abzufedern. Über den eigenen Online-Marktplatz bietet Douglas außerdem aktuell kleinen Händlern und Markenshops ohne eigene Online-Präsenz die Möglichkeit, ihre Waren über www.douglas.de zu verkaufen und unterstützt diese so rasch und unbürokratisch in der für sie schwierigen Situation.

Zugleich prüft Douglas die Teilhabe an den angekündigten nationalen und regionalen Hilfsprogrammen für betroffene Betriebe, bis der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Wir gehen davon aus, dass sich Douglas bei Bedarf bilateral mit den Vermietern in Verbindung setzt und nicht wie andere große Einzelhandelsketten wie z.B. H&M, Adidas oder Deichmann die derzeitigen Notgesetze, die zum Schutz kleinerer Betriebe erlassen wurden, ausnutzen und die Mietzahlungen komplett aussetzen wird. "Jetzt ist Solidarität gefragt", sagte Vorstand Tina Müller in einem Interview mit dem Handelsblatt. Vielmehr wolle sich Douglas von seinen Vermietern in der aktuellen Situation Mieten stunden lassen und dabei darauf achten, dass es sich bei diesen Partnern um institutionelle und nicht um Privatvermieter handele.

Die frühzeitige Fokussierung auf den Online-Handel, die Douglas in diesem Bereich zum unangefochtenen Marktführer machte, zeigt in der aktuellen Situation mit den Filialschließungen ihre Stärke. Das könnte Douglas mit seiner starken Online-Präsenz in der aktuellen Situation dabei helfen, die Umsatzausfälle in den Stores teilweise zu kompensieren.  

Die aktuelle Public- und Investor-Relations-Arbeit der Douglas GmbH schätzen wir als vorbildlich ein. Unter den Links https://corporate.douglas.de/presse/#pills-pressemitteilungen und https://corporate.douglas.de/investoren/ir-news-detail/ (nur in englischer Sprache) können sich Anleihebesitzer fortlaufend informieren.

Da es sich bei den Anleihen der Douglas GmbH und der Kirk Beauty One GmbH um Werte aus dem Liquiditäts-Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS handelt, werden von der KFM Deutsche Mittelstand AG dazu keine KFM-Barometer veröffentlicht. Die Analysten der KFM gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass aufgrund der robusten Liquiditätsreserven für beide Anleihen die Zins- und Tilgungszahlungen gesichert sind.