KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

HÖRMANN Industries GmbH (WKN A2TSCH): Liquiditätsreserven, Diversifikation des Geschäftsmodell  und solide Finanzierungsstruktur mildern Auswirkungen der Produktionsausfälle

Seit der Unternehmensgründung 1955 ist die HÖRMANN Gruppe ständig gewachsen. Der Konzern zählt 27 Tochtergesellschaften in den Geschäftsbereichen Automotive, Communication, Engineering und Services. Die HÖRMANN Gruppe beschäftigt rund 3.300 hochqualifizierte Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Technologiebereichen.

Zum 30.09.2019 wies die HÖRMANN Gruppe einen Umsatz in Höhe von 441 Mio. Euro (Vorjahr: 429 Mio. Euro) und ein EBIT von 17,4 Mio. Euro (Vorjahr 11,0 Mio. Euro) aus. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 36,9% (Vorjahr: 38,3%). Der Finanzmittelbestand lag bei 81,9 Mio. Euro.

Für die HÖRMANN Gruppe werden die Auswirkungen der Pandemie Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage haben, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht quantifizierbar sind. Die Geschäftsführung der Gruppe hofft, mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2019 Ende April eine valide Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2020 geben zu können. Es werden derzeit vielfältige Maßnahmen ergriffen, die die negativen Auswirkungen so gering wie möglich halten sollen.

Die Produktion in den deutschen Werken des Geschäftsbereiches Automotive und die Dienstleistungen im Geschäftsbereich Services sind seit dem 23. März 2020 voraussichtlich bis zum 14. bzw. möglicherweise sogar bis zum 20. April 2020 in weiten Teilen unterbrochen. Nach dem Verbrauch von Zeitguthaben und Urlaubsansprüchen werden die Mitarbeiter an diesen Standorten in Kurzarbeit übergehen.

Die Produktion des Automotive-Werks im slowakischen Bànovce wird weiter aufrechterhalten, um die Mitte 2019 begonnene Verlagerung des Werks Penzberg schnellstmöglich abzuschließen.

Durch die Umsetzung verschiedener Maßnahmen wie der Arbeit von zu Hause kann der Betrieb in den Geschäftsbereichen Engineering und Communication mit Ausnahme der österreichischen Standorte bislang noch aufrechterhalten werden, wobei drohende Materialengpässe, Transportschwierigkeiten und nicht hinreichende Personalverfügbarkeiten die Produktivität beeinflussen können.

Aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven und des raschen Handelns des Managements nach Ausbruch der Corona-Pandemie in Verbindung mit der breiten Diversifizierung des Geschäftsmodells gehen die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG davon aus, dass HÖRMANN die Zins- und Tilgungszahlungen aus der Anleihe bedienen kann und wird.

In ihrem KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer vom 16.05.2019 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die 4,50%-Anleihe der HÖRMANN Industries GmbH (WKN A2TSCH) mit 3,5 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung hat weiterhin Bestand.