KFM-Sonder-Telegramm

Investments im Fokus

 

UniDevice AG (WKN A254PV): Als flexibler Intermediär in der Krise mit Vorteilen – Online-Verkäufe von Apple nach Shop-Schließungen sorgten im März für kurzfristig schwaches Geschäft

Die UniDevice AG ist seit 2009 als B2B Broker für Kommunikations- und Unterhaltungselektronik mit Schwerpunkt auf hochpreisige Smartphones führender Hersteller wie Apple und Samsung tätig. Der Börsengang der UniDevice AG erfolgte im Jahr 2018. Das Geschäftsmodell ist darauf angelegt, sich die weltweiten unterschiedlichen Verfügbarkeiten, Kundenvorlieben und Preise für Smartphones als Intermediär zunutze zu machen. Die Kunden sind Mobilfunkdienstleister (wie Vodafone, Telekom, Telefonica etc.) sowie Groß- und Einzelhändler. Die Lieferanten sind sog. Distributoren (auch Mobilfunkdienstleister wie oben erwähnt) in erster Linie im europäischen Raum. Beide Parteien sind darauf angewiesen, Lageroptimierungen und Liquiditätsvorteile zu erzielen bzw. ihr „working capital“ gering zu halten.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS ist seit der Emission im Dezember 2019 in der UniDevice-Anleihe investiert.

Die vorläufigen Geschäftszahlen der UniDevice AG zeigen, dass das Unternehmen seinen profitablen Wachstumskurs im Jahr 2019 weiter fortsetzte. So wurde der Umsatz von 317,31 Mio. Euro um 13% auf 358,3 Mio. Euro gesteigert. Das EBITDA legte um 102% auf 3,77 Mio. Euro zu,  der Jahresüberschuss kletterte um 122% auf 2,20 Mio. Euro.

Diesen Schwung konnte UniDevice auch mit ins neue Jahr nehmen. Vielmehr noch wirkte die Corona-Krise positiv auf den Jahresstart. Durch Produktionskürzungen in China wurden vor allem iPhones im Markt knapp. UniDevice konnte hier die weltweit unterschiedlichen Preisniveaus und Verfügbarkeiten sehr gut ausnutzen und für die Abverkäufe besonders gute beziehungsweise hohe Preise erzielen.

Die im März von Apple und auch anderen Einzelhändlern beschlossenen Filialschließungen könnten diese Entwicklung allerdings ein wenig bremsen. So verkaufen diese Händler ihre Ware nun ebenfalls im Markt für Online-Verkäufe, was vermutlich die Preise drückt. Dies sollte aber nur ein temporäres Phänomen sein. Wir gehen davon aus, dass sich die Preise nach dem Abbau des Angebotsüberhangs wieder normalisieren. UniDevice kann dann in der weiterhin schwierigen Zeit als Intermediär auftreten und mögliche unterschiedliche Preisniveaus und Verfügbarkeiten zu ihren Gunsten auszunutzen. Gerade in Krisen-Zeiten wie aktuell zeigen flexible Dienstleister wie UniDevice ihren Mehrwert.

Wir gehen aufgrund der hohen Liquiditätsreserven der Emittentin davon aus, dass die Zins- und Tilgungszahlen für die 6,50%-Anleihe planmäßig bedient werden.

In ihrem KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer vom 02.12.2019 hatte die KFM Deutsche Mittelstand AG die 6,50%-Anleihe der UniDevice AG (WKN A254PV) mit 3,5 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung hat weiterhin Bestand.