Ein wichtiges Merkmal zum Fortbestand eines Unternehmens – Geordnete Familienverhältnisse!

Viele Anleger und die Mehrzahl derjenigen Unternehmen, die Portfoliobestandteil des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS sind, sind Familienunternehmen und/oder eignergeführte Unternehmen.

Im Rahmen unseres mehrstufigen Auswahlprozesses KFM-Scoring steht natürlich die Analyse der Bonität des Zielunternehmens im Mittelpunkt – flankierend dazu betrachten wir aber auch qualitative Faktoren, wie die Kompetenzen des Managements oder auch die Eignerstruktur eines Unternehmens. Was bedeutet das?

Familienunternehmen bewegen sich immer in dem Dreieck Familie, Unternehmen, Vermögen: Nicht jedes Familienmitglied arbeitet im Unternehmen, ist aber in vielen Fällen am Unternehmen beteiligt. Im Regelfall ist nicht das gesamte Vermögen der Gründerfamilie im Unternehmen gebunden, aber meist stellt es den wesentlichen Vermögensgegenstand der Familie dar.

Den Zusammenhang dieser drei Felder muss man sich als Dreieck vorstellen, in dem viele Interaktionen stattfinden. Sind Beziehungen außerhalb des Unternehmens gestört, beispielsweise indem es Streitigkeiten in der Familie gibt, dann findet durch die in der Folge ausgelösten Reibungsverluste regelmäßig eine Wertvernichtung statt, die teilweise ein höheres Gefährdungspotential für den Fortbestand des Unternehmens hat, als durch etwaige Managementfehler ausgelöste Einbußen.

Für unsere Beurteilung spielt daher - neben allen wirtschaftlichen Faktoren und einer nachvollziehbaren Unternehmensstrategie – auch eine große Rolle, ob z. B. die Nachfolge geklärt ist, ob nach außen hin Streit sichtbar ist, ob und wie sich die Familie zum Unternehmen bekennt.

Ein besonderes Augenmerk muss auch der Vermögenssituation gelten: Ist in kritischen Situationen – z.B. bei einer Erbschaftsteuerzahlung – kein freies Vermögen vorhanden, muss das dem Unternehmen entzogen werden – dies wäre kein wünschenswertes Szenario für den Investor in eine Anleihe des Unternehmens.

Dies sind Beispiele dafür, dass die familiären Beziehungen im Unternehmen geordnet werden müssen.

Vielfach erstellen Unternehmerfamilien daher in Zusammenarbeit mit professionellen Beratern eine ordnende „Familienverfassung“, ein Regelwerk, das den langfristigen Fortbestand und Erfolg von Familie und Unternehmen sicherstellen soll und ein dankbar aufgenommenes Signal für alle mit dem Unternehmen verbundenen Interessensgruppen ist.

Über die aktuelle Entwicklung des Fonds berichtet Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Friedrich in der Rubrik FONDS TRANSPARENT.