Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert die Finanzmärkte – halten Sie ihr Portfoliorisiko auch in Krisenmärkten stabil, mithilfe des Deutschen Mittelstandes

Besonders in turbulenten Zeiten, wenn globale Märkte durch externe Schocks wie politische Einflussnahmen, Terror oder eben wie zurzeit durch die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 beherrscht werden, kommt bei Anlegern schnell die Angst vor hohen Verlusten im Portfolio auf – und was tut der Anleger in stärker risikobehafteten Anlagen wie Aktien dann? Er möchte sein Vermögen schützen und verkauft unter Umständen, meist mitten in den Preisverfall hinein – quasi um jeden Preis. Durch solch eine kollektive Handlung der Anleger kommt die Abwärtsspirale dann so richtig in Fahrt – immerhin hat der Leitindex für Deutsche Aktienanlagen, der DAX, in den vergangenen fünf Börsentagen die Gewinne der letzten 4 Monate mal eben pulverisiert. Auch der EURO STOXX 50, der Leitindex für Aktien im europäischen Wirtschaftsraum, wurde vom Coronavirus befallen und verzeichnete einen Kursrückgang in Höhe von -7,57% und hob damit ebenfalls die Gewinne seit Mitte Oktober wieder auf.

 

 

Daher ist vor allem in Zeiten erhöhter Unsicherheit wie wir sie zurzeit durch die weiterhin anhaltende Ausbreitung des Coronavirus erleben, die richtige Allokation im Portfolio wichtiger denn je. Einem Ereignis, welches auf den ersten Blick doch eigentlich nichts mit den Finanzmärkten zu tun hat – oder doch? Entscheidend dabei ist, wie immer an der Börse: „,Was ist die Erwartung der Marktteilnehmer?“

Zur Eindämmung des Virus hat die chinesische Regierung z.B. eine Verlängerung der traditionellen Neujahrsferien beschlossen und auch im Nachgang ist das öffentliche Leben, nicht bloß in China, sondern auch in Süd-Korea (Immerhin Sitz und Produktionsstätte von Samsung, einem der größten Technologie & Smartphone Produzenten der Welt) bereits stark betroffen. In den letzten Tagen mehren sich nun die Meldungen, dass nun Italien den gewohnten Arbeitsalltag in bestimmten Regionen unterbrechen musste – aber was genau bedeutet das nun für die Geldanlage?

Wenn die Regierung solche logischen Schritte zur Eindämmung unternimmt, bleiben wie in China, Süd-Korea oder auch stellenweise in Italien gesehen, Produktionsanlagen in den betroffenen Regionen geschlossen, Waren werden nicht verkauft oder versandt, der Konsum kommt in dieser Zeit weitestgehend zum Erliegen und durch zusätzlich weitreichende Ausgangssperren erhält die Wirtschaft einen weiteren herben Schlag. Bislang mussten solch extreme Maßnahmen flächendeckend “nur“ in China (dem weltweit größten Exportland der Welt) vollstreckt werden. Aber wie bereits erwähnt herrscht zurzeit eine große Unsicherheit über die weitere Entwicklung und Ausbreitung und damit verbunden, weitere Eindämmungsmaßnahmen. Getreu dem Motto: „Safety First“ – mitnehmen was geht – steigt die Sorge vieler Anleger, betroffene Unternehmen erzeugen durch eine sich ausbreitende Pandemie einen geringeren Umsatz und die zu erwartenden Gewinne könnten schmelzen, in Folge dessen dann auch die Renditefantasien vieler Aktionäre.

Dabei ist die Höhe dieser Verluste, vor allem aber die Sorge, um seine hart verdienten „Taler“ mit der richtigen Beimischung in seinem Portfolio teilweise zu vermeiden. Wie so häufig im Leben, kommt es auch beim Thema Geldanlage auf die richtige Mischung an.

Doch woran lässt sich erkennen welche Anlagen sich gut dazu eignen das Risiko im Portfolio zu senken, ohne dabei den Blick auf die gewünschte Rendite zu vernachlässigen?

Dazu ein kleines Rechenbeispiel:

Ein Anleger investiert einen Betrag in Höhe von 100€ in die Aktie eines Unternehmens, welches Kernbrennstäbe für Atomkraftwerke herstellt. Die Bundesregierung beschließt nun den Ausstieg aus der Atomenergie, womit das Unternehmen weniger Aufträge erhalten wird und verliert daraufhin 50% an Wert. Das eingesetzte Kapital ist somit noch 50€ statt 100€ Wert.

Ein weiterer Anleger hat seine 100€ aufgeteilt, 50€ in selbiges Unternehmen und die übrigen 50€ fließen in ein Unternehmen für alternative Energien, welches am Ausstieg profitiert und 50% an Wert gewinnt.

Während die Anlage des ersten Anlegers die Hälfte an Wert verliert, bleibt das Portfolio des zweiten Anlegers ohne Bewegung und somit konnte in diesem fiktiven Beispiel das Risiko dieses externen Einflusses beseitigt werden.

Die entscheidende Rolle in einem solchen Szenario spielt eine Kennzahl, welche in der Mathematik, speziell in der Statistik als „Korrelation“ bezeichnet wird und die Beziehung zwischen mehreren Merkmalen beschreibt, wie z.B. die Wertänderung von verschiedenen Wertpapieren über die Zeit.

Während eine positive Korrelation, die max. +1 betragen kann, einen Gleichlauf der Kurse aufzeigt, stellt eine negative oder Antikorrelation die min. -1 beträgt, auf eine konträre Bewegung zueinander ab. In unserem kleinen Rechenbeispiel besitzen beide Werte eine negative Korrelation von -1 und verhalten sich somit entgegengesetzt bzw. gegenläufig zueinander, heben sich in ihrer Bewegung daher gegenseitig auf.

Historisch betrachtet lässt sich an den Finanzmärkten eine tendenziell niedrige bis negative Korrelation zwischen den Anlageklassen Aktien- und Renten beobachten.

 

Diese Korrelationseffekte (Ergebnis der Risikosenkung) ließen sich weitestgehend darin begründen, dass Anleger in kriselnden Aktienmärkten eine Umschichtung in die Anleihemärkte anstrebten – dramatisch gesagt, eine Kapitalflucht in den sicheren Hafen, während einer stürmischen Lage in den risikoreicheren Aktien.

Aufgrund solch systematisch niedriger Korrelationswerte bietet die Beimischung von Anleihen in einem Aktienportfolio nicht nur einen sinnvollen Schutz in Zeiten erhöhter Unsicherheit, sondern stellt auch strategisch eine clevere bzw. sehr sinnvolle Aufstellung gegen die Herausforderungen einer erfolgreichen Geldanlage dar.

Während im vorherrschenden Niedrigzinsumfeld mit Anleihen größerer Unternehmen, solch eine Risikosenkung mit recht hohen Renditeeinbußen zu bezahlen ist, bieten Investitionen in Anleihen des Mittelstandes eine überdurchschnittlich hohe zu erwartende Rendite an.

Gleichzeitig bieten fremdkapitalseitige Investitionen in den Mittelstand einen risikosenkenden Beitrag für das Aktienportfolio eines Anlegers. Diese liegen mit einem durchschnittlichen Korrelationskoeffizienten von 0,16 über 3 Jahre zwar oberhalb von -0,06 bei Anleihen europäischer Großunternehmen, diese lassen sich den unwesentlich besseren Schutz allerdings auch durch wesentlich höhere Renditeeinbußen teuer bezahlen.

 

Doch wie könnte solch eine Mischung aussehen? Ein Beispielsportfolio bestehend jeweils zur Hälfte aus dt. Mittelstandsanleihen und europäischen Aktien konnte über einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren eine deutliche Risikoreduktion liefern, während der Aktienmarkt deutliche Verluste hinnehmen musste. Gleichzeitig wäre diese Risikosenkung nicht durch zu hohe Renditeeinbußen „erkauft“ worden, wie z.B. alternativ bei einer Beimischung von europäischen Anleihen großer Unternehmen und hätte am Ende sogar eine deutliche Überrendite gegenüber dem europäischen Aktienmarkt produzieren können.

Die oben gezeigte Grafik verdeutlicht die Auswirkung einer einfachen Mischung und deren positiven Auswirkung auf das Portfolio. Wenn nun auch noch bei der Auswahl der Titel in den jeweiligen Fonds mit einem stringenten Auswahlprozess gearbeitet wird, bei dem die „Spreu vom Weizen“ getrennt wird, kann dieses Mischungsergebnis zusätzlich optimiert werden.

Mit dem KFM-Scoring liegt ein erprobtes Auswahl- und Überwachungsverfahren vor. Nur die Anleihen, die über ein attraktives Chancen-Soliditätsprofil verfügen, schaffen es in den Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS aufgenommen zu werden. Eine große Fleißarbeit, die wir jederzeit gerne für die Anteilsbesitzer des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS leisten.