Die Niedrigzinsphase scheint die Märkte für Unternehmensanleihen fest im Griff zu halten. Die Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache

PricewaterhouseCoopers (PwC) hat mit der Studie „Emissionsmarkt Deutschland“ eine quartalsweise Analyse des deutschen Kapitalmarktes etabliert. Für die Fremdkapitalemissionen zeigen sich interessante Entwicklungen…

Volumen der EUR-Fremdkapitalemissionen in weitgehend stabilem Band von 50 bis 100 Mrd. Euro pro Quartal

In einem mittelfristigen Horizont ist zu erkennen, dass die Volumina der Fremdkapitalemissionen Schwankungen unterliegen (siehe Abbildung 1). Für das Anlageuniversum des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS sind jedoch allein die EUR-Fremdkapitalemissionen relevant. Das Volumen der EUR-Emissionen bewegt sich – mit Ausnahme des zweiten Halbjahres 2015 – in einem stabilen Band von 50 bis 100 Mrd. Euro pro Quartal. Somit bestanden in der Vergangenheit zu jeder Zeit ausreichende Investitionsmöglichkeiten im Bereich Unternehmensanleihen. Aktuell bestehen keine Anhaltspunkte, dass sich diese Marktsituation in naher Zukunft negativ entwickelt. Interessanter als die Marktvolumina, ist die Frage nach den erzielbaren Renditen bei Emission.

Trotz anhaltender Niedrigzinsphase bewegen sich die Durchschnittskupons der Fremdkapitalemissionen weitgehend stabil bei über 3%

Entgegen der allgemeinen Nachrichtenlage kann nicht bestätigt werden, dass die Durchschnittskupons für Unternehmensanleihen Richtung Null tendieren. Vielmehr zeigt sich in den letzten Jahren ein weitgehend stabiler Durchschnittskupon von über 3% (siehe Abbildung 2).

Auch auf Basis der von der Bundesbank veröffentlichten Statistiken zum Fremdkapitalmarkt lassen sich diese Erkenntnisse belegen. So wird im Statistischen Beiheft 2 „Kapitalmarktstatistik“ vom Juni 2017 eine Emissionsrendite für Anleihen von Unternehmen (nur Nichtbanken) von 1,4% (Jan. 17), 0,9% (Feb. 17), 4,1% (Mrz. 17) und 4,4% (Apr. 17) ausgewiesen. 

Voraussetzungen für attraktive Investments sind auch in der anhaltenden Niedrigzinsphase gut

Im Rahmen des KFM-Scoring erfolgt ein laufendes Monitoring des Kapitalmarktes für EUR-Unternehmensanleihen. Ziel des KFM-Scoring ist es, diejenigen Unternehmensanleihen mit einem attraktiven Chancen-/Soliditätsprofil zu identifizieren und anschließend laufend zu überwachen. Nur die Anleihen, die den strengen Kriterien des KFM-Scoring entsprechen, kommen für die Aufnahme in das Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS in Betracht.

Auch im ersten Halbjahr 2017 konnte wiederum eine Vielzahl interessanter Unternehmensanleihen identifiziert werden. Neben einigen Refinanzierungen wie bei Hapag-Lloyd und DIC Asset wurden auch neun bisher nicht im Portfolio vertretene Emittenten mit attraktiven Unternehmensanleihen in das Portfolio aufgenommen.

Die Voraussetzungen, um auch zukünftig attraktive Investments identifizieren zu können, sind auch in der anhaltenden Niedrigzinsphase gut. Es kommt jedoch auf eine gewissenhafte Auswahl an.

Im Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS liegt der aktuelle durchschnittliche gewichtete Kupon der mittels KFM-Scoring ausgesuchten Anleihen inklusive Liquidität bei 6,34 % p.a. und damit deutlich über dem Durchschnitt am Markt.