Kapital fließt von überall auf der Welt in deutsche Mittelständler. „Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ - Der deutsche Mittelstand steht verstärkt auf der Einkaufliste von Investoren, die wertorientiert und langfristig denken.

Warren Buffet, der Starinvestor aus den USA, hat ein Auge auf den deutschen Mittelstand geworfen. Er sucht nach Investments für seinen Fonds "Berkshire Hathaway“, einen der erfolgreichsten Fonds der Welt. Und auch andere ausländische Investoren entdecken den deutschen Mittelstand als lukratives Investment.

Die Investmentstrategien sind dabei sehr unterschiedlich. Warren Buffet mit seinem Fonds ist nicht auf der Suche nach kurzfristiger Rendite, sondern möchte das Lebenswerk der Eigentümer von Mittelstandsfirmen weiterführen und dies über einen langen Zeitraum. Er beteiligt sich als Finanzinvestor an dem Unternehmen und ist an einer nachhaltigen Rendite interessiert. Er ist Kapitalgeber und überlässt den Eigentümern, die sich als Spezialisten etabliert haben, die Geschäftsführung. Dabei ist ihm bewusst, dass der Erfolg eines Unternehmens auf der Basis der Motivation und des Engagements der Geschäftsführung und der Mitarbeiter gründet.

Andere Investoren versuchen mit einem Investment sich das Knowhow, die Innovationskraft und bestehende Marktanteile von mittelständischen Unternehmen einzuverleiben. Sie versuchen damit Lücken, die in den eigenen Unternehmen identifiziert worden sind, zu schließen. Ein möglicher Nachteil bei dieser Strategie: Das Ingenieurwissen, die Innovationen und die Marktanteile wandern ins Ausland. Mit der Konsequenz, dass am Ende die in Deutschland aufgebauten Arbeitsplätze verloren gehen und in einen anderen Teil der Welt wandern.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS verfolgt zwei Ziele: Mittelständischen Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen und für die Investoren eine attraktive Rendite zu erwirtschaften. Das Kapital wird den Unternehmen zur Verfügung gestellt, um einen Finanzierungsbeitrag für Investitionen, Forschung und Entwicklung und für das weitere Wachstum zu leisten. Es geht also darum, das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu sichern.

Mit Hilfe des KFM-Scoring werden zuvor die Bonität des Unternehmens und die Qualität der Anleihen gewissenhaft analysiert. Nur diejenigen Unternehmen bzw. deren Anleihen, die am Ende den Prüfungsprozess erfolgreich abschließen, kommen als Investment für den Fonds in Frage und werden in der Folgezeit laufend überwacht. Verändern sich die Bonität des Unternehmens oder die Qualität der Anleihe zu Ungunsten des Fonds, werden konsequent die betroffenen Investments aussortiert.

So lassen sich am Ende nicht nur attraktive Erträge, die jährlich ausgeschüttet werden, sondern auch nachhaltige Erträge, wie sie anhand der Entwicklung des Zwischengewinns in den letzten Jahren abgelesen werden können, erwirtschaften.

Auch in diesem Jahr entwickelt sich der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS erfreulich. In der Rubrik FONDS TRANSPARENT erläutert mein Kollege Gerhard Mayer die Entwicklung in 2016.