Die Leitlinien der Politik wie z. B. die soziale Marktwirtschaft und ein weiterhin pro-europäischer Kurs dürften auch nach der Bundestagswahl nicht wesentlich durchbrochen werden

Die Zusammensetzung des Deutschen Bundestages verändert sich nach der am letzten Wochenende stattgefundenen Wahl wesentlich. Die bisherigen Regierungsparteien CDU / CSU und SPD verzeichnen jeweils deutliche Stimmenverluste. Zugleich schafft die FDP den Wiedereinzug in den Bundestag und die AfD erreicht erstmals und zudem als drittstärkste Kraft den Einzug in den Bundestag.

Trotz dieser wesentlichen Verschiebungen in der Zusammensetzung des Bundestages dürften die bisherigen Leitlinien der Politik nicht entscheidend durchbrochen werden. Die Idee der sozialen Marktwirtschaft und ein weiterhin allgemein pro-europäischer Kurs finden nach erster Einschätzung eine weiterhin breite Unterstützung in Deutschland.

Gleichwohl fällt die Antwort auf politische Themen im Einzelfall von Partei zu Partei recht unterschiedlich aus. Entsprechend sind – je nach Geschäftsmodell – Einzelfallprüfungen zu den Auswirkungen der noch abzuwartenden Regierungsbildung notwendig, u.a. im Bereich regulierungssensitiver Branchen wie Energie und Finanzdienstleistungen.

Wandel als steter Begleiter für Unternehmer

Investitionen in Mitarbeiter, Prozesse und Maschinen, die die Basis für zukünftiges Wachstum bilden, erfordern ein größtmögliches Maß an Planungssicherheit, um den verantwortungsvollen Unternehmer in seiner Entscheidungsfindung zu unterstützen. Neben der Beibehaltung der grundsätzlichen Leitlinien stehen der Politik hierfür verschiedene Instrumente zur Verfügung. Wesentliche Stellschrauben sind neben den Fragen der Regulierung sicherlich auch die Steuerpolitik sowie die Investitionspolitik der öffentlichen Hand.

Aus Sicht des Unternehmens sollte die Bundestagswahl keinen wesentlichen erfolgsentscheidenden Einfluss haben. Neben politischen Rahmenbedingungen sehen sich die Unternehmen parallel konjunkturellen sowie wettbewerblichen Einflüssen ausgesetzt. Wettbewerbliche Einflüsse sind hierbei insbesondere sich ändernde Konsumgewohnheiten, die sowohl das Produkt oder die Dienstleistung selbst als auch deren Vertrieb umfassen. Auch die eigene Wertschöpfungskette ist laufend zu optimieren, um nicht z. B. durch verpasste Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Flankierend verzeichnen wir einen Umbruch in der Finanzierungslandschaft.

Zusammengefasst sehen sich Unternehmen einem stetigen Wandel unterworfen, in dem die alle vier Jahre stattfindende Bundestagswahl lediglich einen von vielen Einflussfaktoren darstellt.

Anhaltende Herausforderungen an das Management zur erfolgreichen Ausrichtung des Unternehmens

Der stetige, auf allen Ebenen zu verzeichnende Wandel ist eine besondere Herausforderung an das Management des Unternehmens. Wie bereits oben beschrieben erfordern die Marktverhältnisse, dass die eigenen Kapazitäten mit den Marktbedürfnissen in einer Weise synchronisiert werden, dass ein nachhaltiger Erfolg sichergestellt wird.

Neben strategischen Hausaufgaben ist das Management auch für die operative Umsetzung der laufenden Optimierungsmaßnahmen verantwortlich.

KFM-Scoring berücksichtigt den Umgang mit diesen Herausforderungen in der Bewertung

Im Rahmen der umfassenden Unternehmensanalyse im KFM-Scoring wird auch die Qualität des Managements von Beginn an bewertet. Hierbei werden neben der Verteilung der Kompetenzen innerhalb des Managementteams u.a. auch die Branchenerfahrung sowie die Erfahrung mit spezifischen Unternehmensphasen berücksichtigt. Typischerweise korreliert eine positive Unternehmens-Performance mit der Qualität des Managements.