Aktives Portfoliomanagement – Wie im Fall der GEWA Anleihe Ihre Rechte als Anteilseigner des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS vertreten werden.

Im KFM-Sonder-Telegramm vom 21.11.2016 hatten wir bereits ausführlich über den aktuellen Sachstand der GEWA-Anleihe berichtet und Ihnen mitgeteilt, wie wir die Lage beurteilen.

Nun kommt es ganz besonders darauf an, die Rechte der Anleihegläubiger und damit auch der Anteilseigner des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS zu wahren. Wir geben Ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand und die möglichen nächsten Entwicklungsschritte.

Fortführung und Fertigstellung des GEWA-Towers

Aus den zahlreichen Gesprächen mit dem vorläufig bestellten Insolvenzverwalter, dem Sicherheitentreuhänder und vielen privaten und institutionellen Anlegern der GEWA-Anleihe konnte festgestellt werden:

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Fortführung des Bauprojektes und der ordentliche Abschluss des GEWA – Towers von großer Bedeutung.

Alles andere wäre aus unserer Einschätzung gegen die Interessen der Anleihegläubiger. Denn im Falle einer Verwertung einer „Bauruine“ wäre der Schaden für die Anleihebesitzer immens. In der Regel sind hier die Abschläge bei einer Verwertung überproportional hoch. Mit einer Fortführung der Bautätigkeiten bis zur Fertigstellung werden „stille Wert-Reserven“ gehoben. Dies hat unmittelbaren Einfluss auf die Quote zur Befriedigung der Anleihegläubiger. Aktuell wird die Quote im Anleihenkurs an der Börse mit ca. 30% beurteilt. Aus unseren derzeitigen Einschätzung ein „Zerschlagungswert.“

Einberufung einer Gläubigerversammlung zur Bestellung eines neuen unabhängigen Gläubigervertreters

Wir haben unsere Anwaltskanzlei mzs – Rechtsanwälte aus Düsseldorf beauftragt, die Rechte des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS wahrzunehmen. Unserem Aufruf und Bitte an zahlreiche institutionelle und private Anleger, sich mit uns zusammenzuschließen und sich ebenfalls von den mzs-Rechtsanwälten vertreten zu lassen, sind bislang viele gefolgt. Auf der Grundlage der aktuell vorliegenden Vollmachten und telefonischen Bestätigungen (die Vollmachten werden an die mzs-Rechtsanwälte zugestellt) bündeln wir bereits ein Anleihevolumen von deutlich über 10 Mio. Euro.

Ziel ist es, so schnell wie möglich einen unabhängigen neuen Gläubigervertreter in dem jetzt vorläufigen Insolvenzverfahren zu bestimmen, der die Interessen und Rechte der Anleihegläubiger ohne Interessenkonflikte vertritt. Wir sind der Auffassung, dass noch vor Weihnachten der neue unabhängige Gläubigervertreter berufen werden kann. Wir bevorzugen die mzs-Rechtsanwälte als künftiger Gläubigervertreter, da hier keine Interessenkonflikte vorliegen und nach unserer Einschätzung die Rechte der Anleihegläubiger von Experten im Bank- und Kapitalmarktrecht mit der erforderlichen Expertise vertreten werden.

Künftige Berichterstattung

Wir versuchen darüber hinaus die Position des Gläubigersprechers zu besetzen, damit wir legitimiert werden, den Anleihegläubigern über den Fortgang des Bauprojektes Bericht zu erstatten. Wir sind davon überzeugt, dass Anleger, die ihr Geld in die GEWA-Anleihe investiert haben, auch das Recht haben in der aktuellen Situation über den Fortgang informiert zu werden.

Prognose / Fazit

Die Rückzahlungsquote der GEWA-Anleihe ist abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des GEWA-Towers. Mit einer Fortführung und Fertigstellung des GEWA-Towers kann der Schaden für die Anleihegläubiger begrenzt werden. Eine Fortführung und Fertigstellung des Bauprojektes bedarf einer konzertierten Zusammenarbeit im vorläufigen Insolvenzverfahren zwischen dem bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter, dem Sicherheiten-Treuhänder und einem neuen unabhängigen gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger.

Aus unserer Sicht es möglich, das vorläufige Insolvenzverfahren zu beenden und den GEWA-Tower ohne die Eröffnung des Insolvenzverfahrens fortzuführen und fertigzustellen. Auf dieser Grundlage ließen sich die „stillen Reserven“ bis zur Fertigstellung des GEWA-Towers heben.